Verfasst von: Gregor | August 21, 2009

Baaaaaliiiii

Unser Rueckflug-Datum steht inzwischen fest, wir werden -laut plan- am Mittwoch, dem 16. September, um 7Uhr morgens wieder deutschen Boden betreten :)

Vorher lassen wir uns es aber noch mal gut gehen und werden 2 1/2 Wochen auf Bali verbringen. Der Plan war eigentlich, dass wir nach Bengkulu auf Sumatra gehen, um dort einen Einblick in ein anderes Projekt zu bekommen und gleichzeitig von der Insel Java noch mal runterzukommen. Allerdings hat das nicht sollen sein, weshalb wir vor der Frage standen, was die Alternativen sein koennten, welche Flecken in Indonesien noch spannend sein koennten. So werden wir also das PMI-Chapter Bali naeher kennen lernen, bei denen mitlaufen, dere Aktivitaeten besuchen bzw. mitmachen und darueber hinaus ganz sicher auch unsere Zeit geniessen, Sonne, Sand, Meer, Surfbrett, evtl. Tauchen, Jetski und was sich da sonst noch spannendes finden laesst.

Danach wird es noch eine Woche mit vielen Verabschiedungen geben, offizielle und andere mit Bier… ;)

Wir sind seit gestern in Jogja, von wo aus wir heute Abend los fliegen werden. Mal schauen, wie wir auf Bali Internet haben werden, aber spaetestens Internet-cafes wird es wieder geben. Wobei die Konkurrenz fuer so ein Internetcafe hoch ist, wenn der Strand nebendran ist…
so long…und bis bald ;)

Verfasst von: Gregor | August 7, 2009

Today at 12:34 and 56 seconds the time and date will be: 12:34:56 07/08/09…!

Wir sind zurzeit in Jakarta auf einer Konferenz des indonesischen Jugendrotkreuzes. Sind heute Morgen mit dem Nachtzug angekommen und ich werde am Mittwoch wieder in Semarang sein.
Was wir hier genau machen, wissen wir noch nicht genau, aber werden wir hoffentlich heute Nachmittag herausbekommen. Vorraussichtlich über Organisation und Struktur im Deutschen Jugendrotkreutz berichten.

Verfasst von: Gregor | August 2, 2009

Semarang

Wir sind seit fast einem Monat wieder in Semarang und wohnen hier in dem Haus von Lars, unserem Chef. Der ist nämlich zur Zeit in einem ausgedehnten Urlaub zuhause in Dänemark und da haben wir uns heroisch freiwiillig gemeldet sein Haus solange zu hüten.
So leben wir zur Zeit deutlich besser als uns eigentlich zustehen würde…und genießen es. Wir wohnen hier am Stadtrand von Semarang auf einem Hügel, genießen den Sonnenuntergang auf der Terrasse und den Ausblick, bei guter Sicht bis zum Meer.

Aktivitätentechnisch ist zu erwähnen, das der Vater eine Woche zu Besuch war, mit dem ich die Zeit hier in Semarang und Umgebung sehr genossen habe.

Außerdem wurde ich zu einem Rot-Kreuz-Wettbewerb eingeladen, vergleichbar mit einem Landestreffen in Deutschland, also von der gesamten Provinz Zentral-Java. Bei dem Wettkampf, der da auch immer dazu gehört, gab es einen Rede-Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer (13-15 Jahre alt) englische Reden halten mussten. Theoretisch mussten die selbst geschrieben sein, aber das war praktisch nie der Fall, wurde auch nicht kontrolliert und hat also auch niemand gestört. Schade fand ich allerdings, dass es trotzdem bewertet wurde…unter anderem von mir, weil ich als Jury eingeladen worden war, was das ganze für mich recht spannend gemacht hat.

Letzte Woche war ich noch mal bei so einem Wettbewerb in Kebumen, allerdings einem kleineren und ich war dort nur Gast und Zuschauer, jedoch ein prominenter. Dieses unheimlich große Interesse und die vielen Anfragen nach Fotos waren ja schon immer ein ständiger und inzwischen vertrauter Begleiter, aber dort in Kebumen haben sie noch mal einen draufgesetzt. Das war wirklich dasFeeling von irgendeinem B-Promi…wo immer ich hingegangen bin habe ich mir vorher überlegt, ob es wirklich sein muss, dass ich meinen momentanen Ort der Sicherheit verlasse, und welchen Weg ich gehe um an möglichst wenig Menschen vorbeizukommen. Und es bildeten sich trotzdem Trauben von bis zu 30 Menschen um mich, die alle ein Foto alleine haben wollten und -das war neu- sogar Autogramme! Am Anfang noch in irgendwelchen „Meine neuen Freunde“-Heftchen, am Ende auf allem möglichen, bis zu Rückseiten von irgendwelchen Anti-Drogen-Aufklebern.

Heute kommt der Lars aus Dänemark zurück und nächste Woche werden wir wahrscheinlich den Plan für unsere restliche Zeit hier aufstellen.

Verfasst von: Gregor | Juli 19, 2009

Immernoch am Leben

…und auch keine Beeinträchtigung. Wir haben die Anschläge auch nur im Fernsehen gesehen, vielleicht etwas früher und mehr davon, aber das war’s dann auch schon wieder.
Wir haben zwar auch schon in sehr guten Hotels in Jakarta übernachtet, aber nie in den ganz Großen.

Verfasst von: Gregor | Juli 17, 2009

Anschläge in Jakarta

Heute Morgen um 7:45 Uhr und 7:47 Uhr gab es zwei Explosionen in großen, westlichen Hotels in Jakarta, dem JW-Marriott und dem Ritz Carlton.
Die beiden Explosionen waren jeweils in einem Cafe oder Restaurant im Erdgeschoss der Gebäude. Man geht davon aus, dass es koordinierte Bombenanschläge waren.
Das Marriott-Hotel ist 2003 schon einmal Ziel von Anschlägen gewesen.
Bisher hat niemand offiziell die Verantwortung für die Anschläge übernommen, Experten gehen aber davon aus, dass die Gruppe Jemaah Islamiyah (Dschamaa Islamija) dahinter steht, die auch für die Anschläge in Bali 2002 verantwortlich war.
In Jakarta spricht man zurzeit von mindestens 40 Verletzte und 6-8 Toten.

Update: Now BBC is speaking about at least 9 deaths, according to the government.

Inzwischen sind drei Explosionen in Jakarta bestätigt, aber ich weiß nich wo die dritte war.

Verfasst von: Gregor | Juni 23, 2009

Mt. Merapi

vom 19.06.09:

Letztes Wochenende bin ich am Freitag nach Jogja gefahren, habe mich dort mit dem Sören, der von seiner Bali-Reise zurück kam getroffen, und wir sind zusammen mit ein paar anderen Freunden auf den Merapi gelaufen. Der Merapi ist einer der größten Vulkane auf Java (über 2000m) und auch noch aktiv. Wir sind morgens um ein Uhr losgelaufen, um zum Sonnenaufgang oben zu sein. Bis ganz nach oben hat es dann nicht ganz gereicht, aber der Sonnenaufgang war trotzdem ne feine Sache. Es war allerdings unfreundlichst kalt und auf jeden Fall kälter als ich in meinem Übermut gedacht habe. Aber solange man läuft und sobald die Sonne da ist wird es sofort warm.

Im Anschluss daran, am Montag, sind wir nach Jakarta gefahren, weil hier das zweite Informations- und Koordinationsmeeting von deutschen NGOs in Indonesien war. Das hat für uns gleichzeitig den Genuss von einem weichen Hotelbett, Frühstücksbuffet und was sonst noch so dazugehört, bedeutet. Im Moment sitze ich im Zug auf dem Rückweg von Jakarta und ab nächster Woche werden wir wieder in Semarang wohnen und arbeiten für ca. einen Monat.

Edit: Inzwischen sind auch die dazugehörigen Fotos online.

Verfasst von: Gregor | Juni 9, 2009

Umzug und Hochzeit

Ich bin letzte Woche Mittwoch nach Kebumen umgezogen, bin aber am Freitag gleich wieder nach Cilacap zurück, weil ich mit dem Bus umgezogen bin und sich inzwischen so viel Gepäck angehäuft hat, dass ich zwei mal gefahren bin. Habe also noch ein Wochenende in Cilacap verbracht.
Kebumen ist arbeitstechnisch besser organisiert als Cilacap, dafür ist meine Gastfamilie zwar in Ordnung, aber ein so gutes Verhältnis wie in Cilacap wird es wohl nicht werden. Das liegt aber auch daran, dass ich am 22. Juni schon wieder für einen Monat nach Semarang umziehen werde, danach evtl. wieder nach Kebumen zurück.
Ich merke aber auch, dass es mit der Zeit immer anstrengender wird, dieselben Fragen immer und immer wieder zu beantworten, weil ich immer wieder neu bin und immer wieder mit diesem unheimlich großen Interesse konfrontiert bin. Das meint natürlich niemand böse, ganz im Gegenteil, aber manchmal braucht es einfach auch ein bisschen Ruhe. Selbst ein normales Gespräch ist für mich immer deutlich anstrengender als für alle anderen beteiligten, man muss sich auf die Sprache konzentrieren oder beispielsweise auf sein Verhalten, um die Zahl der Fehler die man mit seinem Benehmen macht, zumindest gering zu halten, sie völlig zu vermeiden ist ja sowieso mehr ein Traum. Da sich die meisten Weißen aber relativ mies verhalten sind die Erwartungen sehr niedrig und wenn man sich bemüht wird das eigentlich immer registriert.

Bevor ich umgezogen bin, war in Cilacap Heiraten angesagt…der älteste Sohn meiner Gastfamilie hat beschlossen von jetzt an ewig zu lieben. Es war nicht meine erste Hochzeit, aber es war noch mal anders die volle Ladung Gastfreundlichkeit, die für so etwas nötig ist, im selben Haus zu erleben. Die Feier war auf der Straße vor dem Haus, von 11Uhr bis um 2Uhr…morgens…
Für diesen relativ kurzen Zeitraum war natürlich sehr viel Vorbereitung nötig und es ist wirklich beeindruckend was für ein Aufwand dafür betrieben wird. Es bedeutet auch, dass die gesamte Familie, die es irgendwie einrichten kann, kommt und für 3 Tage im Haus wohnt. Wenn dann natürlich noch ein Weißer da ist, dann wird der allen gezeigt, alle dürfen mal drauf zeigen, drüber lachen, Fotos machen (lächelnd, ernst, mit Baby im Arm und das alles in doppelter Ausführung und mit jeder Kamera im Umkreis von 5m plus Handys) und ihre Weltbewegenden Fragen und Einschätzungen loswerden………….das Essen war jedenfalls lecker.

Zum Schluss, für alle die sich wundern was die hübschen Logos im Header machen, der Blog wurde zu Report-Zwecken verwendet und damit sich alle freuen, sollten die Logos eben mal drauf. Wird sich aber wieder ändern.

Verfasst von: Gregor | Mai 27, 2009

neue Fotos

Ich war letzte Woche  in Semarang, weil wir dort einen Workshop durchgeführt haben bei dem es um eine Evaluation von unserem Aufenthalt und unserem Programm, Weltwärts, mit dem wir hier in Indonesien sind, ging.

Abgesehen von dem offiziellen Teil hatte der Sören Geburtstag, den wir bei Lars, unserem Chef in Semarang, gefeiert haben. Lars hat uns für die Zeit dort auch in seinem Haus einquartiert, was diverse Vorteile und Komfort mit sich bringt, den wir gerne genossen haben. Für die verzehrten Speisen und Getränke jedenfalls wird die Himmelspforte für uns tendenziell nicht mehr offen stehen ;)

Ich habe endlich mal wieder Fotos hochgeladen, von dem Urlaub mit der Mutter, von Semarang und von Cilacap.

Verfasst von: Gregor | Mai 6, 2009

Internet kann so langsam sein…und trotzdem freut man sich, dass man es hat, wenn die Alternative „gar keins“ ist…
Ich bin seit gestern in einem kleinen Dorf namens Widarapayung (oder so…) und hier versagt von Zeit zu Zeit auch mal das Handynetz. Gestern ging sehr wenig, heute gibt’s immerhin wieder GPRS und das reicht zumindest für’s Nötigste.
Wir erstellen hier eine Karte von dem Dorf, indem wir die Straßen(wenn man das so nennen will) mit GPS-Geräten abfahren und die dann auf dem Computer zu Karten zusammenfügen. Der andere Teil, mit dem ich bisher weniger zu tun hatte, ist das Sammeln von Daten aus der Bevölkerung über Katastrophen und wie sie sich verhalten, davor, währenddessen und danach um die „lokalen“ Methoden herauszufinden. Wir sind hier nah an der Küste, vor ein paar Jahren gab es hier einen Tsunami, der ca. 200m weit ins Land gereicht hat.
Der Strand ist mit motorisiertem Gefährt ca. 5 min entfernt (wir wohnen also nicht im Tsunami-Gebiet), den ich bei Gelegenheit mal mit Badehose erkunden werde. Evtl. gibt’s sogar die Chance zu surfen, weil einer der PMI-Jungs, mit dem ich heute unterwegs war, Rettungsschwimmer ist und hier wohnt und surft.
So weit, das Loch mit den Fotos wird bald gestopft, aber bisher hat die Zeit, die es braucht eine Seite zu öffnen mich schon so abgeschreckt, dass ich es gar nicht erst versucht habe, aber ich werde mir mal ein paar Stunden Zeit nehmen :P

Verfasst von: Gregor | Mai 6, 2009

Singapore, the full story

Um das mit Singapur zu vervollständigen…ich war dort um mein Visum zu erneuern, was unter anderem auch bedeutet, dass ich jetzt schon über 6 Monate hier bin und es mir immer noch gut geht 
Das Problem in Singapur war aber, dass ich den Kontostand auf meiner Visakarte vorher nicht mehr gecheckt habe und es tatsächlich geschafft habe, an das Kreditlimit zu kommen. Deshalb hat der ATM nichts mehr her gegeben und dann hat es munter über 24 Stunden gedauert bis das Geld, das ich von meinem normalen Konto auf die Visakarte überwiesen habe, angekommen ist…lag also nicht daran, dass kein Geld da war, sondern nur am falschen Ort… Das hat mich ein paar Nerven und einen Teil von Singapur gekostet. Ich hatte nämlich nur weniger als 48 Stunden Zeit dort, das bedeutet zwei Nächte (ich bin Abends angekommen), sodass das Visa am ersten vollen Tag gemacht werden musste, weil es am zweiten nicht mehr gereicht hat. Ohne Geld passiert aber ziemlich wenig, ich kenne niemand in Singapur, bzw. die Leute, die dort manchmal sind, waren dort gerade nicht und die Leute, die ich nicht kannte wollten mir auch kein Geld geben… :P
Schlussendlich haben wir dann meinen Rückflug umgebucht, ich bin abends geflogen und dann war am zweiten Tag auch noch Zeit. Das hört sich in einem Satz aber auch einfacher an als es war…

Den letzten Tag, als mein Visum dann auf dem Weg war, konnte ich aber trotzdem noch genießen, habe auch ein paar schöne Seiten von Singapur kennengelernt. Das hat auch ein deutsches Restaurant am Fähr- und Luxusliner-Hafen beeinhaltet (dann hatte ich ja Geld) und ich wurde von einem spontanen Gefühl der Dankbarkeit gegenüber dem manchmal eigenen Völkchen der Bayern erfüllt, als sich das Orange von meinem Paulaner-Hefeweizen von dem Türkisfarbenen Wasser im Hintergrund abhob, während Geruch von Nürnberger-Bratwürsten in der Luft lag…
…am Tag davor gab’s gebratens Hähnchen für 4 Singapur-Dollar (2€) in Chinatown ohne was zu trinken, weil im Hotel 2 Flaschen Wasser pro Tag inklusive waren und meine Sightseeing Touren verliefen zu Fuß, weil ich Geld für die U-Bahn sparen wollte, von nem Taxi wollen wir mal gar nicht reden…aber wie gesagt, das Ende hat’s wieder gut gemacht.

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